Lohnsteuerrechner

Die Lohnsteuer

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine Unterform der Einkommensteuer.

Diese muss regelmäßig bei nicht-selbstständiger Arbeit gezahlt werden. Ausnahmen stellen normalerweise die Minijobs, Ferienjobs oder bestimmte Nebenjobs dar.

Die Lohnsteuer wird vom Arbeitgeber im Regelfall automatisch einbehalten und an das zuständige Finanzamt abgeführt. Der Staat kann durch die Lohnsteuer wesentliche Teile seiner Ausgaben finanzieren.

Im Jahr 2015 betrug das Lohnsteueraufkommen in Deutschland insgesamt 178.890 Milliarden Euro. Davon gehen jeweils 42,5 % an den Bund, 42,5 % an die Länder und 15 % an die Gemeinden.

23 % der Steuereinnahmen des Bundes stammen aus der Lohnsteuer. Lediglich die Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) hat mit 25,15 % einen noch größeren Anteil.

Durch die Lohnsteuer können die Rentenversicherung, die Polizei, Schulen, Kitas, kommunale Krankenhäuser und viele weitere wichtige staatliche Einrichtungen finanziert, bezuschusst und aufrechterhalten werden.

 

 

Der Lohnsteuerrechner

Wir haben für Sie einen Lohnsteuerrechner entwickelt, welcher berechnet, wieviel von ihrem Bruttolohn am Ende auf Ihrem Konto sein wird.

Sie müssen dafür nur die geforderten Daten angeben. Sobald Sie alle Informationen eingegeben haben, berechnet der Lohnsteuerrechner zuverlässig ihre Abgabenlast.

Das Besondere ist, dass der Lohnsteuerrechner auch anzeigt, wie hoch die Lohnsteuer bei Ihnen selbst ist, sodass Sie sich leicht errechnen können, wieviel Geld mit jeder Gehaltszahlung an den Bund, das Land und die Gemeinde geht. Der Lohnsteuerrechner hilft Ihnen somit, Ihren eigenen monetären Beitrag zum Erhalt des Staates zu berechnen.

 

 

Funktionsweise des Lohnsteuerrechners

Der Lohnsteuerrechner benötigt zunächst verschiedene Informationen von Ihnen. Dazu gehören unter anderem Ihre Steuerklasse und Ihr Bruttoarbeitslohn.

Anhand dieser Daten wird dann die Berechnung der individuellen Lohnsteuerlast ermöglicht. Weitere Merkmale wie individuelle Steuerfreibeträge können bei Bedarf ebenfalls erfasst werden.

 

 

Eingabe der Steuerklasse beim Lohnsteuerrechner

Die Eingabe der Steuerklasse ist für die zuverlässige Berechnung der Lohnsteuer und des Nettolohns durch den Lohnsteuerrechner zwingend erforderlich. Es gibt in Deutschland sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.

Unter den Bereich der Lohnsteuerklasse I fallen vor allem Ledige und getrennt Lebende. Klasse II existiert zur Entlastung von Alleinerziehenden.
Für verheiratete Personen gelten besondere Regelungen. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Eingruppierung der Ehepartner. Die eine Möglichkeit wäre es, dass beide Ehepartner in die Lohnsteuerklasse IV eingruppiert sind. Die andere Möglichkeit besteht in einer unterschiedlichen Eingruppierung, bei der der eine Teil in Lohnsteuerklasse III eingruppiert ist, während der andere Teil der Klasse V angehört.

Bei Klasse IV muss der Lohnsteuerrechner für beide Partner mit dem gleichen Lohnsteuersatz rechnen. Wenn jedoch ein Partner der Klasse III angehört und die andere Person der Stufe V, kann der Lohnsteuerrechner für den Beschäftigten in der Lohnsteuerklasse III einen niedrigeren Satz anrechnen, sodass vom Bruttolohn bei dieser Person mehr Geld übrig bleibt.

Zusätzlich gibt es noch die Lohnsteuerklasse VI, die nur bei Personen mit mehreren beruflichen Tätigkeiten ab dem zweiten Job angegeben wird.

Durch die verschiedenen Lohnsteuerklassen schafft es der Gesetzgeber, verschiedene soziale Gruppen und Einkommensgruppen unterschiedlich stark zu belasten und entlasten.

Das komplizierte Steuerregelwerk wird vom Lohnsteuerrechner automatisch verarbeitet, sodass sie sich nicht um allgemeine Freibeträge oder Tarifzonen bei der Berechnung kümmern müssen.

Der Lohnsteuerrechner wird auch laufend an die aktuelle Steuergesetzgebung angepasst. So wird sichergestellt, dass der vom Lohnsteuerrechner ausgegebene Wert auch wirklich mit dem auf Ihrer Gehaltsabrechnung auftauchenden Wert übereinstimmt.

 

 

Eingabe des Bruttogehalts beim Lohnsteuerrechner

Der Lohnsteuerrechner benötigt neben der Angabe Ihrer persönlichen Steuerklasse noch die Angabe Ihres Bruttogehalts, also das vertraglich vereinbarte Gehalt, bzw. das real ausgewiesene Bruttogehalt.

Von diesem Wert werden die Steuerfreibeträge abgezogen. Der Wert, der sich anschließend ergibt, wird dann mit dem Lohnsteuersatz verrechnet, sodass sich schlussendlich die reale Lohnsteuerlast ergibt, welche dann vom Lohnsteuerrechner angezeigt wird.

Es wird vom Lohnsteuerrechner zunächst standardmäßig die Arbeitnehmerpauschale vom Bruttogehalt abgezogen. Dabei handelt es sich um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Werbungskosten in Höhe von 1000 Euro, also Kosten, die entstanden sind, damit man der beruflichen Tätigkeit überhaupt nachgehen kann, welche zur Vereinfachung der Arbeit der Finanzämter immer angesetzt werden.

Des Weiteren zieht der Lohnsteuerrechner die lohnabhängige Vorsorgepauschale ab. Es müssen somit gewisse Teile des Gehalts, die vom Staat für die soziale Sicherung des Einzelnen und der Gemeinschaft aufgewendet werden, nicht versteuert werden.

Außerdem berücksichtigt der Lohnsteuerrechner auch den pauschalen Sonderausgabenabzug in Höhe von 36 €. Die Finanzämter nehmen hierfür an, dass jede Person beispielsweise besondere Altersvorsorgeprodukte besitzt, die nur über Sonderausgaben, aber nicht über die Vorsorgepauschale steuerlich berücksichtigt werden können.

Alle übrigen Werbungskosten oder Sonderausgaben werden vom Lohnsteuerrechner nicht berücksichtigt. Diese können Sie jeweils in Ihrer Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt angeben, sodass Sie dann möglicherweise mit einer Steuerrückerstattung rechnen können.

Der Lohnsteuerrechner berechnet nur Ihre monatliche Lohnsteuerlast, weshalb die in der Steuererklärung zusätzlich gemachten Angaben nicht benötigt werden.

Falls in Ihren elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (vormals als Lohnsteuerkarte bezeichnet) auch ein Schwerbehindertenpauchbetrag eingetragen ist, kann der Lohnsteuerrechner diesen ebenfalls mit einberechnen. Das gilt auch für vom Finanzamt akzeptierte weitere Pauschalbeträge. Diese müssen Sie aber immer in den Lohnsteuerrechner eingeben, damit dieser sie auch in seine Berechnungen einbeziehen kann.

 

Aus den bisherigen Angaben, also dem Bruttolohn und den pauschalen und individuellen Freibeträgen, errechnet der Lohnsteuerrechner Ihr zu versteuerndes Einkommen. Die Abzüge durch die Pauschalbeträge dienten dazu, dass das Einkommen sozusagen künstlich um unausweichliche Ausgaben verringert wird.
Der Lohnsteuerrechner wendet anschließend auf das ermittelte zu versteuernde Einkommen die individuelle Lohnsteuerberechnung an.

 

 

Einkommensteuertarif im Lohnsteuerrechner

Bei der Versteuerung der Einkünfte wird jeder Euro vom Lohnsteuerrechner einzeln betrachtet. Es gibt also keinen Prozentsatz, der einfach auf das komplette zu versteuernde Einkommen angewendet wird.

Vielmehr ist es so, dass die ersten 8820 € jährlich, also umgerechnet 735 Euro monatlich, mit einem Steuersatz von 0 % versteuert werden, sodass für diesen monatlichen Betrag noch keine Lohnsteuer abgeführt werden muss. Der Grundfreibetrag unterscheidet sich jedoch je nach Familienstand, bzw. Steuerklasse. Der Lohnsteuerrechner benötigt deshalb die Angabe der Steuerklasse von Ihnen.

Der Betrag, der bei unverheirateten Personen ohne besondere Lohnsteuerabzugsmerkmale monatlich über 735 Euro liegt, wird anteilig versteuert, weshalb der Lohnsteuerrechner hier also erstmals einen Wert ausgeben wird. Für den ersten zusätzlich verdienten Euro (also ab 8821 Euro jährlich) beträgt der Grenzsteuersatz in Deutschland 14 %. Hierbei handelt es sich also um den Eingangssteuersatz. Der Lohnsteuerrechner wird für dieses Euro also eine Lohnsteuerlast in Höhe von 14 Cent ermitteln.

Bei höheren Einkommen steigt der jeweilige Grenzsteuersatz immer weiter an. Innerhalb der Tarifzonen 2 und 3 steigt er an, während er in den Tarifzonen 4 und 5 konstant ist und nur in den Übergängen zwischen den Tarifzonen ansteigt. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 60000 Euro beträgt die Versteuerung jedes einzelnen weiteren Euros beispielsweise 42 Cent. Dadurch lässt sich erkennen, dass die Empfänger von größeren Einkommen prozentual gesehen auch größere Teile ihres Einkommens über die Lohnsteuer an den Staat abführen.

Der Lohnsteuerrechner kennt jeweils die aktuellen Grenzsteuersätze, sodass er diese für die korrekte Berechnung Ihrer Lohnsteuer anwenden kann.

Aus dem zu versteuernden Einkommen hat der Lohnsteuerrechner so also die Lohnsteuer berechnet. Auch der Solidaritätszuschlag lässt sich aus demselben Wert des zu versteuernden Einkommens berechnen.

 

 

Methodik des Lohnsteuerrechners

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass der Lohnsteuerrechner lediglich Ihren Bruttoarbeitslohn, die Steuerklasse und mögliche individuelle Freibeträge benötigt, um so Ihr Lohnsteueraufkommen zu berechnen.

Es handelt sich bei dem Lohnsteuerrechner daher um eine deutliche Vereinfachung für Sie, da Sie bei Überprüfungsinteresse nicht selbst die Berechnungen Ihres Arbeitgebers kontrollieren müssen. Der Lohnsteuerrechner wurde entwickelt, um Ihnen diese Arbeit abzunehmen.

 

 

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